Tag Archives: Deutsche Literatur

Licht auf gesellschaftliche Schatten…

„Ja, dieses Mal war Lena nicht zu spät gekommen…“ (S.14) Zum Inhalt: Elke-Marisa Leiverkus scheint sich nicht zu scheuen einer zentralen – und manchmal undankbaren – Aufgabe des Schriftstellers nachzukommen: dem Ansprechen von menschlichen, gesellschaftlichen Schattenseiten. Aus meiner Sicht am beeindruckendsten in die Form einer Kurzgeschichte gebracht wurde dies in „Amoklauf“ und „Hautnah“. Beide Geschichten könnten vom Inhalt… Read More »

Aus der Dunkelheit gerissene Bilder sinnlosen Sterbens…

„Und der Mut ist so müde geworden und sie Sehnsucht so groß.“ (S.7) Zum Inhalt: Ausgehend von einem Dokument einer Besitzübertragung von Christoph Rilke – im Türkenkrieg gefallen – auf seinen Bruder Otto von Rilke schildert der Autor in fast filmischen Szenen resp. literarischen Bildern zum einen den Stolz des zum Cornet beförderten von Langenau, den dieser in… Read More »

Ein (un)bekanntes Märchen frech erzählt…

„Wie definiert man eine Hexe? Landläufige Definition – altes weibliches Wesen von unattraktivem Äußeren mit exzentrischem Verhalten und Neigung zu morbiden Gewohnheiten“ (S.116) Zum Inhalt: Fhernhachen, genauer gesagt Fhernhachenkinder, das sind Ensel und Krete. Sie machen mit ihren Eltern Urlaub. Und das in einer der wohlbehütetsten, sichersten und familienfreundlichsten Ecken Zamoniens – so steht es zumindest im touristischen… Read More »

Vom Gilgamesch-Epos bis zu Philip Roth…

„Denn «der wirkliche Liebhaber von Büchern muss sie gar nicht alle gelesen haben. Wichtig ist, dass man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch und man hat es zur Verfügung – für die Zukunft.» (Umerto Eco)“ (S.6) Zum Inhalt: Aus der Reihe „Wissen auf einen Blick“ kommend, befasst sich das Buch mit einer immensen Zeitspanne ausgehend vom 12.… Read More »

Lesenswerte Literaturgeschichte…

„Die Gedanken der sonst so wohlweisen Männer waren nun so kurz wie Häcksel;…“ (S.20) Zum Inhalt:  Die tragische Geschichte zweier Liebenden, die aufgrund ihrer Familiengeschichte keine gemeinsame Zukunft sehen, wird von Keller in seine Heimat, die Schweiz transponiert. In der ländlichen Umgebung sind es zwei anfangs bedachte und gesetzte Bauernfamilien, die sich im Laufe der Auseinandersetzung um ein… Read More »

Eutopisches und Dystopisches in der SF-Literatur der DDR in den achtziger Jahre…

„Die Abkopplung der DDR-SF von der Entwicklung der internationalen SF war nicht vollkommen, war aber doch so stark, dass eine vergleichsweise selbständige Entwicklung zu verzeichnen war.“ (S.104) Zum Inhalt: Karsten Kruschel hat mit seiner vielschichtigen Arbeit, das Buch beruht auf dem Text einer 1992 vor der Philosophischen Fakultät der Pädagogischen Hochschule Leipzig verteidigten Dissertation mit dem Titel „Dialektik… Read More »

Das Ende… in fünfacher Ausführung…

„Meistens erfinden die Menschen völlig idiotisches Zeug, weißt du, und davon viel, sehr viel, im Laufe der Jahrtausende.“ (S.41) Zum Inhalt: Wie der Untertitel bereits „verrät“ handelt es sich um eine lose Zusammenstellung von 5 „Visionen“ vom Ende. Dabei wird mehr als nur einmal der Begriff Ende in der Form relativiert, als dass er sich nicht auf ein… Read More »

Weimarer Klassik und Romantik…

„Seid gesegnet, goldne Kinderträume, Ihr verbargt des Lebens Armut mir,…“ (S.14) Zum Inhalt: Aus den lyrischen Texten Hölderlins hört man neben den stets melancholisch anmutenden Untertönen zum einen eine liebevoll, pathetische Verbindung zu seiner Heimat ebenso wie eine profunde Kenntnis und Wertschätzung der Antike heraus. Wobei letzteres ihn nie zur – damals weit verbreiteten – rein klassizistischen Sichtweise… Read More »

Stifter… bruchstückhaft

„Wenn wir nur in uns selber in Ordnung wären, dann würden wir viel mehr Freude an den Dingen dieser Erde haben.“ (S.122) Zum Inhalt: Die Autoren versuchen in dem kleinen Bändchen, Texte aus Stifters Werken in einen Reigen zusammenzufügen, der den Leser in einer kontemplativen Art zur Auseinandersetzung mit der Schöpfung, wie sie Stifter verstand, seinem Selbst und… Read More »

Zamonien… und es geht weiter….

„Ich hatte mich in Buchhaim immer schon so gefühlt, als wandelte ich durch ein illustriertes Buch, in dem sich die Bilder bewegen.“ (S.148) Zum Inhalt: Hildegunst von Mythenmetz sonnt sich, nachdem er sein Abenteuer in den Katakomben Buchhaims mit viel Glück überlebt hat, im Ruhm, der ihm als größten lebenden Schriftsteller Zamoniens täglich entgegengebracht wird. Er könnte rundum… Read More »