Tag Archives: Deutsche Literatur

Vorspiel – Rezension zu „Die Saat“ – Sven Svenson

„Und dabei war das erst der Anfang….“ (Pos. 749) Zum Inhalt: Wenn die Akteure auf der Bühne dieser Geschichte eines verbindet, so der Fakt, dass sie nicht die geringste Gemeinsamkeit haben – zumindest auf den ersten Blick. Es sind verbissene Wissenschaftler, ein etwas abgehobener Hacker, ein zielstrebiger Soziopath, eine Prostituierte, ein Hypochonder, ja sogar ein ganz durchschnittlicher Nerd,… Read More »

Zusammenführung – Rezension zu „Ödland – Viktoriastadt“ – Christoph Zachariae

„In Wahrheit hocken wir alle auf Leichen und treiben den Fluss hinunter, dachte Stellgar“ (S.472) Zum Inhalt: Viktoriastadt. Mehr als ein Gerücht für Mega. Für sie gleicht es einem Magneten auf dessen Feldlinien sie angezogen von einer nicht greifbaren Neugier – oder Zuversicht ? – ihren Weg durch die Unbilden des Ödlands finden muss. Und dies nun auch… Read More »

Und täglich grüßt… – Rezension zu „Nimmerwiederkehr“ von Alexander Kröger

„Ich halte absolute Vernunft der Menschheit für eine Utopie.“ (S.7) Zum Inhalt: Die Erde ist nach dem von Menschenhand verursachten Super-GAU durch das HAARP-Experiment ( siehe „Der erste Versuch“) auf einem guten Weg sich zu erholen – zumindest soweit es die Natur anbelangt. Ähnliches könnte auch der empfindlich geschrumpften menschlichen Gesellschaft beschieden sein, deren Mangel v.a. jener an… Read More »

Wort-Kunst – Rezension zu „Zeitsplitter“ von Alfred Kelsner und William Voltz

„Wenn du einen Schritt machen könntest, den Raum so weit durchmessend wie Du Dir das nur vorstellen kannst, würdest du an der Größe des Universums gemessen doch nur eine lächerliche Entfernung zurücklegen.“ (S.6) Zum Inhalt: Auf den 94 Seiten entführen die atmosphärischen Geschichten, die der Autor William Voltz in seinem Vorwort zum Band als „Gedankensplitter“ bezeichnet in Kombination… Read More »

Der Willkür reife Leistung – Rezension zu „Der Schüler Gerber“ von Friedrich Torberg

„…: es gibt ein großes, gräßliches Nie, gegen das wir nicht anrennen sollen, sonst senkt es sich, eine riesenhafte Wand, auf uns herab und zwingt uns zu Boden, und wenn wir gar zu nahe waren, zermalmt es uns…“ (S.115) Zum Inhalt: Kurt Gerber steht in seinem letzten gymnasialen Jahr, dem lange ersehnten und ebenso gefürchteten Abschlussjahr, dessen Krönung… Read More »

Vom Gewicht der Worte – Rezension zu „Buchland“ – Markus Walther

„Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sind nirgendwo dünner als in der Nähe von Büchern. Manchmal verwischen diese Grenzen ganz.“ (S.39) Zum Inhalt: Herr Plana, seineszeichens Auktoral, besitzt einen Buchladen – vielmehr ein Antiquariat, oder doch beides? Oder evtl. viel mehr? Und ebenso wie Herr Plana, hat auch dieser Laden schon weitaus bessere Zeiten gesehen. Das muss sich… Read More »

Schatten des Allzumenschlichen – Rezension zu „Begegnung im Schatten“ – Alexander Kröger

»Den Teufel werden sie [spätere Generationen] fragen, was wir heute darüber gedacht haben mögen. Moral, Ethik? Wann hätten sie in der Geschichte jemals eine Rolle gespielt, wenn es um Macht, Profit und Ruhm ging. Und man muss auch stets Fragen, um wessen Moral es geht und welcher Epoche sie verhaftet ist.« Zum Inhalt: Die Schichten im Kohletagbau sind… Read More »

Fluch der Altlasten – Rezension zu „Mutanten auf Andromeda“ – Klaus Frühauf

„Es steckte noch eine Menge Altes in den Menschen, auch wenn sie unterdessen in andere Galaxien flogen.“ (S.127) Zum Inhalt: Mit der vierzehnten außergalaktischen Expedition der Terraner gelingt in zweifacher Hinsicht ein Meilenstein in der Geschichte der Weltraumfahrt: der Sprung zu einer anderen Galaxis, Andromeda, und das Auffinden des Ursprungs vorab empfangener Signale, die auf eine höher entwickelte… Read More »

Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Rezension zu „Die 13te Sonne“ von Rico Gehrke

„»Um aus dem Netz zu entkommen, muss der Fisch drei Voraussetzungen erfüllen. Erstens, er muss springen können. Zweitens, er muss springen wollen und drittens, vor allem muss er im Netz sein.«“ (Pos.276) Zum Inhalt: Eine weitere ebenso normale wie – bei Licht betrachtet – absurde Schlacht in einem der schon zur Normalität gewordenen Kriege verfeindeter terranischer Interessensgemeinschaften sollte… Read More »

Herausfordernd – „Bildung als Provokation“ – Konrad Paul Liessmann

„Wie immer man es aber dreht und wendet: Ob Bildung ein Selbstveränderungspotential in Hinblick auf Individuen oder Gesellschaften zugesprochen werden kann, hängt letztendlich vom Mut ab, Bildung inhaltlich und normativ zu bestimmen. Solange Bildung formal als Durchlaufen von Zertifizierungsstellen oder Sammeln von Leistungspunkten definiert und auf den Erwerb von Kompetenzen und zeitgemäßen Kulturtechniken reduziert wird, erwächst aus diesen… Read More »