Tag Archives: Dystopie

Die dünne Schicht der Zivilisation – Rezension zu „Die Bäume von Eden“ – Klaus Frühauf

„»Man gewinnt den Eindruck unsere Gesellschaft akzeptiere ausschließlich Jugendliche, Erfolgreiche und Sexualprotze. Oder gertenschlanke und dabei vollbusige Kätzchen. Haben Sie jemals eine Reklame gesehen, die mit normalen Menschen arbeitet? Einer solchen massiven Beeinflussung widerstehen auf Dauer nur Melancholiker oder Psychopathen.«“ (S.132) Zum Inhalt: Horst Bessow, der als Trainer einer DDR-Sport-Mannschaft einen einwandfreien Ruf genießt, irrt nach einem siegreichen… Read More »

Großes Finale für einen kleinen Mann – Rezension zu „Der Samenbankraub“ von Gert Prokop

„Du darfst vor allem nicht am eigenen Leben hängen: das macht dich furchtsam. – Du darfst den Tod jedoch nicht mißachten: das macht dich leichtsinnig. Lebe mit deinem Tod, lebe in kurzen, überschaubaren Intervallen, bedenke, in jeder Sekunde kann es vorbei sein: dann wirst du immer alles mit allen Kräften tun.“ (S.200) Zum Inhalt: Tiny, der Leserschaft aus… Read More »

Von der Größe im Kleinen – Rezension zu „Wer stiehlt schon Unterschenkel“ von Gert Prokop

„Glauben sie mir, Edward, es gibt längst keine Unterschiede mehr zwischen sauberen und schmutzigen Unternehmen. Zumal die Ausnutzung der heutigen Gesetze in der Regel mehr Geld einbringt, als ihre Verletzung.“ (S.30) Zum Inhalt: Sein Leben verdankt Timothy Truckle v.a. seinen Beziehungen. Beziehungen zu den Big Bossen, zu geringeren Anteilen auch jenen zur Regierung und der NSA. Diese dunkle… Read More »

Vom Niedergang einer Zivilisation – Rezension von Wolfgang Kucher zu „Die Telesalt-Mission“ von Alexander Kröger

„Im Grunde zwingt die Menschen niemand so zu sein wie sie sind.“ (S.160) Zum Inhalt: Sam Martin ist einer der Raumfahrer, die vor kurzem von einer Expedition zur Erde zurückkamen. Von einer Mission, die alle Teilnehmer mehr als nur physisch mitgenommen hat. Als er vom Universum-Verlag gebeten wird seine Erlebnisse zusammen mit seinen Kollegen in einer Publikation der… Read More »

Todesengel – Rezension zu „Die Engel in den grünen Kugeln“ – Alexander Kröger

„Ihr tötet Rinder, wir töten euch. Es besteht darin kein Unterschied. Beides dient dem gleichen Zweck, dem Überleben.“ (S.173) Zum Inhalt: Sie hätten sich den Kontakt mit einer nicht-irdischen Zivilisation wohl anders vorgestellt, die Menschen. Vor allem friedlicher. Nun muss man sich damit abfinden, dass eben jene Außerirdischen so dermaßen fremd in vielem sind, dass nicht einmal an… Read More »

Zusammenführung – Rezension zu „Ödland – Viktoriastadt“ – Christoph Zachariae

„In Wahrheit hocken wir alle auf Leichen und treiben den Fluss hinunter, dachte Stellgar“ (S.472) Zum Inhalt: Viktoriastadt. Mehr als ein Gerücht für Mega. Für sie gleicht es einem Magneten auf dessen Feldlinien sie angezogen von einer nicht greifbaren Neugier – oder Zuversicht ? – ihren Weg durch die Unbilden des Ödlands finden muss. Und dies nun auch… Read More »

Und täglich grüßt… – Rezension zu „Nimmerwiederkehr“ von Alexander Kröger

„Ich halte absolute Vernunft der Menschheit für eine Utopie.“ (S.7) Zum Inhalt: Die Erde ist nach dem von Menschenhand verursachten Super-GAU durch das HAARP-Experiment ( siehe „Der erste Versuch“) auf einem guten Weg sich zu erholen – zumindest soweit es die Natur anbelangt. Ähnliches könnte auch der empfindlich geschrumpften menschlichen Gesellschaft beschieden sein, deren Mangel v.a. jener an… Read More »

Wort-Kunst – Rezension zu „Zeitsplitter“ von Alfred Kelsner und William Voltz

„Wenn du einen Schritt machen könntest, den Raum so weit durchmessend wie Du Dir das nur vorstellen kannst, würdest du an der Größe des Universums gemessen doch nur eine lächerliche Entfernung zurücklegen.“ (S.6) Zum Inhalt: Auf den 94 Seiten entführen die atmosphärischen Geschichten, die der Autor William Voltz in seinem Vorwort zum Band als „Gedankensplitter“ bezeichnet in Kombination… Read More »

Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Rezension zu „Die 13te Sonne“ von Rico Gehrke

„»Um aus dem Netz zu entkommen, muss der Fisch drei Voraussetzungen erfüllen. Erstens, er muss springen können. Zweitens, er muss springen wollen und drittens, vor allem muss er im Netz sein.«“ (Pos.276) Zum Inhalt: Eine weitere ebenso normale wie – bei Licht betrachtet – absurde Schlacht in einem der schon zur Normalität gewordenen Kriege verfeindeter terranischer Interessensgemeinschaften sollte… Read More »

Zeitenwandel – Rezension zu „Sprung ins Chronozän“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.- Friedrich Nietzsche“ (Pos.384) Zum Inhalt: Chronos repräsentierte in der griechischen Mythologie den Gott der Zeit, einen Verwalter, einen Herrscher auch über jene Spanne, deren Ereignisse wir unter dem Begriff Lebenszeit subsumieren. Damit wären auch bereits zwei der zentralen Ideen benannt, deren Klammer in durchaus auch engerem Sinne die 6 Kurzgeschichten umschließt: Zum… Read More »