Tag Archives: Endzeit

Vorgeschichte – Rezension zu „Fräulein Schmidt und die Reise nach Mexiko“ von Wilko Müller jr.

„Doch ein Geheimnis ist nur so lange eins, wie man es keiner zweiten Person erzählt.“ (S.15) Zum Inhalt: Ein beinahe schon banal profanes Problem – der „Y2K“-Bug bildet den Einstigspunkt in eine an Retrospektiven reiche Geschichte. Rückblicke, die Lichtpunkte erzeugen in einer Vergangenheit die teils wenige Jahrhungerte, teils Äonen zurückliegt. Und die Antworten birgt. Antworten derer sich Frl.… Read More »

Versunkenes – Rezension zu „Fräulein Schmidt und die Suche nach Atlantis“ von Wilko Müller jr.

„Man vermied heutzutage die Sterblichen zu tief in die Geschäfte der Götter zu verstricken.“ (S.16) Zum Inhalt: Nahtlos knüpft der Erzählstrang des zweiten Kurzromanbandes aus der Serie an die Geschehnisse des Beinaheweltunterganges an, welcher von seiten der Maya-Götter nicht unerheblich beeinflusst wurde. Was der Antiquar Wichowski neben seiner rein körperlichen Veränderung durch die Ereignisse dabei feststellen muss: Dass… Read More »

Stille Wasser – Rezension zu „Fräulein Schmidt und die Maske der Mona Lisa“ von Wilko Müller jr.

„Ein einziger Mann sollte das Zünglein an der Waage sein, die Entscheidung der Götter über das weitere Schicksal der Welt beeinflussen können…“ (S.53) Zum Inhalt: Archetypisch – so könnte man den Antiquar Wichowski nennen. Gebildet, etwas weltfremd, den „schönen Dingen“ in Sachen Bibliophilie verhaftet, mit einem ungebrochenen Faible für alles Gedruckte, das eine gewisse Patina sein eigen nennt.… Read More »

Darf’s etwas mehr sein? – Rezension zu „ScienceFiction Stories“ Band 1 – Galax Acheronian

„Nicht das Verstecken und Abwarten verdrängt die Mauern in den Köpfen der anderen, sondern Präsenz!“ („Der Fremde in dir“, S.268) Zum Inhalt: Mit der Neuauflage seiner Texte ist Galax Acheronian im Band 1 eine kleine, feine Sammlung an solider SciFi gelungen, die ein weites Spektrum der klassischen Inhalte dieses Genres abdeckt. Ob es nun Weltraum-Gefechte, Aliens, Zeitreisen, visionäre… Read More »

Zusammenführung – Rezension zu „Ödland – Viktoriastadt“ – Christoph Zachariae

„In Wahrheit hocken wir alle auf Leichen und treiben den Fluss hinunter, dachte Stellgar“ (S.472) Zum Inhalt: Viktoriastadt. Mehr als ein Gerücht für Mega. Für sie gleicht es einem Magneten auf dessen Feldlinien sie angezogen von einer nicht greifbaren Neugier – oder Zuversicht ? – ihren Weg durch die Unbilden des Ödlands finden muss. Und dies nun auch… Read More »

Und täglich grüßt… – Rezension zu „Nimmerwiederkehr“ von Alexander Kröger

„Ich halte absolute Vernunft der Menschheit für eine Utopie.“ (S.7) Zum Inhalt: Die Erde ist nach dem von Menschenhand verursachten Super-GAU durch das HAARP-Experiment ( siehe „Der erste Versuch“) auf einem guten Weg sich zu erholen – zumindest soweit es die Natur anbelangt. Ähnliches könnte auch der empfindlich geschrumpften menschlichen Gesellschaft beschieden sein, deren Mangel v.a. jener an… Read More »

Zeitenwandel – Rezension zu „Sprung ins Chronozän“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.- Friedrich Nietzsche“ (Pos.384) Zum Inhalt: Chronos repräsentierte in der griechischen Mythologie den Gott der Zeit, einen Verwalter, einen Herrscher auch über jene Spanne, deren Ereignisse wir unter dem Begriff Lebenszeit subsumieren. Damit wären auch bereits zwei der zentralen Ideen benannt, deren Klammer in durchaus auch engerem Sinne die 6 Kurzgeschichten umschließt: Zum… Read More »

Neustart – Rezension zu „Das zweite Leben“ – Alexander Kröger

„»Das zweite Leben«, sagte Helen gedankenvoll. »Es beginnt, wie ein Leben beginnen muss: Von vorn! An uns wird es wohl liegen, etwas darauf zu machen.«“ (S.243) Zum Inhalt: Die Erde ist jene, die nach dem HAARP-Experiment zurückblieb: eine ohne Menschen – oder fast ohne. Solche nämlich, die sich unter schützenden Gesteins- oder Wassersäulen befanden blieben zu ihrem eigenen… Read More »

Wandel – Rezension zu „Der Schnee von morgen“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Wenn man nichts zu essen hat, dann ist Nahrung die Welt. Erst wenn man satt ist, kann man arrogant werden.“ (Pos. 269) Zum Inhalt: Der Untertitel – „2017 Collection of Climate Fiction Stories“ – zur neuesten Anthologie aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke umreißt bereits thematisch jenes Gebiet, aus dem sich die Geschichten der unterschiedlichsten AutorInnen ihrer… Read More »

Energie-Wende – Rezension zu „Lebensnacht“ von Will Hofmann

„»Alles was einmal gedacht werden kann, muss einmal gedacht werden«, heißt es bei Friedrich Dürrenmatt.“ (S.134) Zum Inhalt: Erdöl ist jener Stoff aus dem das Konstrukt, welches wir Wohlstand, Fortschritt oder oft auch Zivilisation schlechthin nennen, größtenteils geformt wird und wurde. Und eben dieser Stoff ist zum einen global ungleich verteilt und zum anderen nur in beschränkten Mengen… Read More »