Tag Archives: Insel Bibliothek

Vom Himmel hoch – Rezension zu „Ein altes deutsches Weihachtsspiel“ – bearbeitet und ergänzt von Max Mell

„Solches faß zu Herzen, o frommer Christ, Und daß es auch eingeh durch Aug und Ohr, Ist das Krippenspiel euch gestellet vor.“ (S.) Zum Inhalt: Max Mell (* 10. November 1882 Marburg an der Drau (heute Maribor) – † 12. Dezember 1971 Wien) nimmt sich in diesem kleinen Band aus der Insel-Bücherei der Verkündigung der der Geburt Christi… Read More »

Des Wassers Wesen – Rezension zu „Das Gericht des Meeres“– Gertrud von le Fort

„… ja wahrlich auf dem Meer wurden alle Dinge offenbar!“ (S.27) Zum Inhalt: Der Britenkönig Johann gerät bei der Querung des Ärmelkanals mit seinen Schiffen, auf denen sich auch seine Gemahlin und der junge Prinz befinden, in eine langanhaltende Flaute. Der Prinz – noch ein Säugling – leidet an einer heimtückischen Schlaflosigkeit, die ihn auszehrt, da er auch… Read More »

Macht erwächst aus Glauben – Rezension zu „Die Consolata“ – Gertrud von le Fort

„Dies nämlich ist die wahre Macht: nichts mehr besitzen, was sich noch als Macht bezeichnen ließe, und doch unüberwindlich sein – unüberwindlich!“ (S.28) Zum Inhalt: Als Bühne ihrer Novelle wählt Gertrud von le Fort Italien, genauer Padua, zu Beginn der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wo sich der Despot Ansedio, des Rückhaltes im Volk beraubt, in seiner Burg… Read More »

Ritter, Tod und … Rezension zu „Huttens letzte Tage“ – Conrad Ferdinand Meyer

„Erkaufen Gold und Silber Seelenheil, So steht es bald auf allen Märkten feil. Die Ware wird von Jung und alt gesucht, Und der arme Schlucker bleibt verflucht.“ (S.17) Zum Inhalt: Es sind 8 Kapitel und 71 Strophen in denen Conrad Ferdinand Meyer einen lyrischen Abgesang für den Ritter Ulrich von Hutten intoniert. Hutten, von schwerer Krankheit gezeichnet, zieht… Read More »

Der höfischen Liebe Bild – Rezension zu „Die Minnesinger in Bildern der Manessischen Handschrift“ – Nachwort von Hans Naumann

„Unter den Händen des Malers hat sich die Legende schließlich zum Bild verdichtet.“ (S.40) Zum Inhalt: Hans Naumann, seines Zeichens Mediävist, führt den künstlerisch und historisch interessierten Leser in seinem Geleitwort am Ende des bibliophilen Bändchens aus der Insel-Bücherei anhand von 24 Bildtafeln der Manessischen Handschrift in die Sichtweise der Minne ein, so wie sie der zeitgenössische Maler… Read More »

Unstet – Rezension zu „Über die Frauen“ von Bernard Shaw

„Keine Frau ist das Eigentum eines Mannes. Eine Frau gehört sich selbst und niemand sonst.“ (Der Liebhaber) (S.43) Zum Inhalt: Eine Vielzahl von Aphorismen aus dem Œuvre Bernard Shaws hat Karlheinz Braun in dem kleinen Bändchen zusammengestellt und führt den Leser – auf diese Weise fokussiert auf das Titelthema – durch einen kaleidoskopischen Reigen an bunten Facetten die… Read More »

Besinnung – Rezension zu „Es kommt ein Schiff -Gedichte und Bilder zu Weihnachten“

„Mehr konnte die Welt für den Christ nicht tun“ (Die gute Nacht – Bertold Brecht, S.45) Zum Inhalt: Gottfried Natalis hat auf 52 Seiten ein kaleidoskopartiges Kondensat weihnachtlicher Stimmungen arrangiert, welches geschriebenes Wort auf filigrane Art und Weise kombiniert mit bildlicher Expression. Einer farbigen Ausdrucksweise in der sich durch die Epochen hinweg Künstler an der Aufgabe der tiefgründigen… Read More »

Gedankliche Brotkrumen – Rezension zu „Aphorismen“ – Georg Christoph Lichtenberg

„Daß in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.“ (S.65) Zum Inhalt: Georg Christoph Lichtenberg (* 1.7.1742 Oberramstadt bei Darmstadt, † 24.2.1799 Göttingen) sammelte zeitlebens in seinen »Sudel-«,»Schmier-« und »Gedankenbüchern«1) Ideen, Geistesblitze, bruchstückhafte und komplexere Exzerpte. Der Fundus reicht dabei von beinahe als banal zu titulierenden Alltäglichkeiten bis hin zu pointierten Auseinandersetzungen mit… Read More »

Des Lebens Possierlichkeiten – Rezension zu „Bilderpossen“ – Wilhelm Busch

„Ja, ja in diesem Topf von Stein Da machte man den Peter ein, Der, nachdem er anfangs hart, Später weich wie Butter ward.“ (S.35) Zum Inhalt: Die Geschichten des Buches kann man mit dem Einleitungssatz des von Arthur Rümann (Kunsthistoriker und Kinderbuchforscher, *1888 – †1963) verfassten Nachwortes zeitlich wie folgt festmachen: „Die vier Bilderpossen des vorliegenden Bändchens sind… Read More »

Liebliche Sprachmelodie – Rezension zu „Alemannische Gedichte“ von Johann Peter Hebel

„Und wenn den amme Chrüzweg stohsch Und nümme weisch, wos ane goht, Halt still und frog die Gwisse z’erst, ’s cha dütsch, gottlob, und folg sim Rot.“ (S.68) Zum Inhalt: Volkstümliche Miniaturen sind es, die Hebels in den ausgewählten teils strophischen Texten im alemannischen Wortklang festhält. Bereits der erste ist Programm: „Die Wiese“ führt den Leser durch eben… Read More »