Tag Archives: Kurzgeschichten

Softskills – Rezension zu „Frederick“ von Leo Leonni

„Jetzt schicke ich euch die Sonnenstrahlen. Fühlt ihr sie schon, wie warm sie sind? Warm, schön und golden?“ (S.19) Zum Inhalt: Frederick ist eine Außenseiter – und eine Maus. Seine Artgenossen verbringen den ganzen Sommertag damit Vorräte für den Winter anzuhäufen. Angefangen bei Beeren über Nüsse und Körner werden sie nicht müde, sich vor dem Winter fürchtend, ihren… Read More »

Von der Größe im Kleinen – Rezension zu „Wer stiehlt schon Unterschenkel“ von Gert Prokop

„Glauben sie mir, Edward, es gibt längst keine Unterschiede mehr zwischen sauberen und schmutzigen Unternehmen. Zumal die Ausnutzung der heutigen Gesetze in der Regel mehr Geld einbringt, als ihre Verletzung.“ (S.30) Zum Inhalt: Sein Leben verdankt Timothy Truckle v.a. seinen Beziehungen. Beziehungen zu den Big Bossen, zu geringeren Anteilen auch jenen zur Regierung und der NSA. Diese dunkle… Read More »

Erzählfacetten – Rezension zu „Die Mücke Julia“ von Alexander Kröger

„Man sollte an Stellen, wo wichtige Entscheidungen für die Menschheit oder auch nur für ein Volk getroffen werden, auf jeden Fall ebenso viele – wenn nicht gar mehr – couragierte Frauen haben wie Männer.“ (S.20f) Zum Inhalt: Im Umschlagtext liest man, dass der Storyband 1996 erstmals erschien und von Alexander Kröger überarbeitet 2011 mit neuen Storys aufgelegt wurde.… Read More »

Darf’s etwas mehr sein? – Rezension zu „ScienceFiction Stories“ Band 1 – Galax Acheronian

„Nicht das Verstecken und Abwarten verdrängt die Mauern in den Köpfen der anderen, sondern Präsenz!“ („Der Fremde in dir“, S.268) Zum Inhalt: Mit der Neuauflage seiner Texte ist Galax Acheronian im Band 1 eine kleine, feine Sammlung an solider SciFi gelungen, die ein weites Spektrum der klassischen Inhalte dieses Genres abdeckt. Ob es nun Weltraum-Gefechte, Aliens, Zeitreisen, visionäre… Read More »

Wort-Kunst – Rezension zu „Zeitsplitter“ von Alfred Kelsner und William Voltz

„Wenn du einen Schritt machen könntest, den Raum so weit durchmessend wie Du Dir das nur vorstellen kannst, würdest du an der Größe des Universums gemessen doch nur eine lächerliche Entfernung zurücklegen.“ (S.6) Zum Inhalt: Auf den 94 Seiten entführen die atmosphärischen Geschichten, die der Autor William Voltz in seinem Vorwort zum Band als „Gedankensplitter“ bezeichnet in Kombination… Read More »

Zeitenwandel – Rezension zu „Sprung ins Chronozän“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.- Friedrich Nietzsche“ (Pos.384) Zum Inhalt: Chronos repräsentierte in der griechischen Mythologie den Gott der Zeit, einen Verwalter, einen Herrscher auch über jene Spanne, deren Ereignisse wir unter dem Begriff Lebenszeit subsumieren. Damit wären auch bereits zwei der zentralen Ideen benannt, deren Klammer in durchaus auch engerem Sinne die 6 Kurzgeschichten umschließt: Zum… Read More »

Wandel – Rezension zu „Der Schnee von morgen“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Wenn man nichts zu essen hat, dann ist Nahrung die Welt. Erst wenn man satt ist, kann man arrogant werden.“ (Pos. 269) Zum Inhalt: Der Untertitel – „2017 Collection of Climate Fiction Stories“ – zur neuesten Anthologie aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke umreißt bereits thematisch jenes Gebiet, aus dem sich die Geschichten der unterschiedlichsten AutorInnen ihrer… Read More »

SF-Kaleidoskop – Rezension zu „Meuterei auf Titan“ von Hrsg. Peggy Weber-Gehrke

„Geschichte ist nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft.“ (S.215) Zum Inhalt: Die 29 Texte unterschiedlichster AutorInnen aus der SciFi resp. Phantastik streifen einen Großteil der klassischen Kernthemen des Genres. Seien es nun Zeitreisen (z.B. „Omega4“ – Frank Lauenroth, „Das letzte Mammut“ – Norbert Fiks) und deren Implikationen, die Auswirkungen von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (z.B. „Fast… Read More »

Kuriosität – Rezension zu „Höllische Himmelfahrten“ – Martina Lukits-Wally

„Gütiger Gott, gib Grünbergs Geistern gesegnete Grabesruhe!“ (S.30) Zum Inhalt: Rasant, spritzig und stets mit einer gehörigen Prise Ironie versehen bringt Martina Lukits-Wally 25 Kurzkrimis zu Papier, die für sich gesehen schon eine heitere Lektüre darstellen, zusätzlich jedoch noch mit einem Schmankerl schreibtechnischer Natur aufwarten: im ersten Teil des Buches bis zur Seite 92 sind die Texte so… Read More »

Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62) Zum Inhalt: 33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der… Read More »