Tag Archives: Märchen

Erotisches Märchen – Rezension zu „Honigmond“ von Gabriel Barylli

„Das Wort ist – ich verschmelze, ohne mich zu verlieren…“ (S.156) Zum Inhalt: An sich ist es nicht Linda Rosenbaums Art mit einem fremden Mann, der sie in einem alten Kaffeehaus anspricht einen Abend zu verbringen. Und eine Nacht. Und den nächsten Tag. Und ebenso die halbe Nacht darauf. Doch dieser Mann, auf den klingenden Namen Martin hörend,… Read More »

Erzählfacetten – Rezension zu „Die Mücke Julia“ von Alexander Kröger

„Man sollte an Stellen, wo wichtige Entscheidungen für die Menschheit oder auch nur für ein Volk getroffen werden, auf jeden Fall ebenso viele – wenn nicht gar mehr – couragierte Frauen haben wie Männer.“ (S.20f) Zum Inhalt: Im Umschlagtext liest man, dass der Storyband 1996 erstmals erschien und von Alexander Kröger überarbeitet 2011 mit neuen Storys aufgelegt wurde.… Read More »

Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62) Zum Inhalt: 33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil III – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. III“ von Karl Felix Wolff

„»… kleine blonde Mädchen sollen eben nicht mit Zauberspiegeln und mit Abenteuern Scherze treiben.« (S.130) Zum Inhalt: Mit Band drei kommt Karl Felix Wolff zum Abschluss einer im doppelten Sinne sagenhaften Sammlung an Geschichten einer Region deren schroffe Schönheit, phantasieanregende Vielgestalt und anziehende Fremdartigkeit die Bewohner seit jeher inspiriert, geängstigt und beeindruckt hat. Von der erzählerischen Verarbeitung all… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil II – Rezension zu „Dolomitensagen II.“ von Karl Felix Wolff

„»… überall gibt es Verdruß und so wird er auch dir nicht erspart bleiben.« (S.48) Zum Inhalt: Im zweiten Band der von Karl Felix Wolff zusammengetragenen Sagen und Geschichten aus dem Dolomitenraum sind es durchaus bekanntere Charaktere denen der Leser, diesmal aus einer anderen Sicht, begegnet. So taucht u.a. in der Sage „Eisenhand“ ein Spielmann auf, der unschwer… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil I – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. I“ von Karl Felix Wolff

„Es wechseln die Geschlechter die Sage bleibt sich treu“ (S.101) Zum Inhalt: A.Schaefer schreibt: „Mit herzerfreulicher Naivität und in einfachster Tonart erzählt und gestaltet Wolff Geschehnisse von in ihrer Auswirkung oft klassischer Größe;“ („Heimat“, Nr. 44, Beilage der Münchner Neuesten Nachrichten vom 4. Dez. 1929) und in der Österreichischen-Touristenzeitung Nr. 2 vom 1. Feb. 1930 liest man, „daß… Read More »

Lebensallegorien

„Die Geschichten sind Lebewesen“ (S.6) Zum Inhalt: Umrahmt von der Suche eines Mannes, dessen tiefste Furcht jene vor dem Tod ist, führt Charles Aceval den Leser durch eine dem Europäer oft fremdartige, jedoch faszinierende Kultur, deren Schatz und Vermächtnis u.a. in den Parabeln, Erzählungen und Märchen besteht, die seit jeher einen Blick auf die essenziellen Fragen gestatten. Fragen… Read More »

Märchen und Drama in einem Band, zwei zeitlose Meisterwerke Zuckmayers

„Wichtig is gar nichts, dazu is de Welt zu groß. Aber richtig, richtig soll’s zugehn.“ (S.90) Zum Inhalt: „Der Hauptmann von Köpenick“ trägt den Untertitel „Ein deutsches Märchen in drei Akten“, und auf den ersten Blick mag es märchenhaft wirken, doch erkennt des Leser / der Theatergast nicht allzu selten Parallelen zu einer Welt, die immer wieder die… Read More »

Heiteres Alpenmärchen

„So dreht die Welt sich immerfort Und bleibt doch stets an einem Ort. Der Egoismus ist die Achse, Der Hochmut zahlt am End‘ die Taxe; Die Erd‘ – es kommt darauf heraus, Ist nur im Grund ein Irrenhaus. Und wie ich nach und nach gewahr‘, So bin ich selbst ein großer Narr.“ (S.69) Zum Inhalt: Rappelkopf, so der… Read More »

Geld und Besitz alleine macht nicht glücklich…

„So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war.“ (S.39) Zum Inhalt: Hans, sozusagen der Hauptdarsteller in diesem Märchen der Gebrüder Grimm, erhält nach seinen Lehrjahren als Entlohnung einen großen Goldbrocken, mit dem… Read More »